Seiteninhalt
09.01.2018

Digitalisierung: Herausforderungen und Optimismus

Die Digitalisierung hat sich bei den Unternehmen als starker Wachstumstreiber etabliert. Mit Blick auf Umsatzerwartungen und Chancen durch neue Geschäftsmodelle überwiegen insgesamt die positiven Effekte, zeigt das bundesweite „IHK-Unternehmensbarometer zur Digitalisierung“, das der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt veröffentlich hat. Grundlage der Auswertung sind Antworten von 1.806 Unternehmen aus den Vollversammlungen der IHKs und den Fachausschüssen des DIHK. Diese verteilen sich auf alle Wirtschaftszweige.

Insgesamt können etwas mehr Betriebe durch die Digitalisierung ihre Umsätze erhöhen (44 Prozent gegenüber 41 Prozent im Jahr 2016), 67 Prozent der Unternehmen bundesweit sehen Chancen durch neue Geschäftsmodelle, 54 Prozent erwarten aber auch eine größere Konkurrenz. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit der Einschätzung der Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach.

Mit Blick auf die neue Bundesregierung steht bei allen Branchen an erster Stelle der Wunsch nach einer leistungsfähigen flächendeckenden Breitbandinfrastruktur (88 Prozent der Unternehmen). Knapp zwei Drittel der Unternehmen bundesweit (Offenbach: 81 Prozent) möchten mehr Rechtssicherheit bei der wirtschaftlichen Nutzung von Daten. Vier von zehn Unternehmen wollen, dass die Bundesregierung sich vorrangig um die Sicherstellung der Vermittlung von digitalen Basiskompetenzen in allen Bildungsbereichen kümmert.

Bei der Selbsteinschätzung zum Stand der Digitalisierung sind die Unternehmen bundesweit etwas positiver als in der letzten Umfrage. Etwas über ein Viertel der Unternehmen fühlt sich derzeit wirklich gut aufgestellt (27 Prozent; 2016: 25 Prozent). Die Betriebe befinden sich unter dem Strich auf einem guten Weg. Von den befragten Unternehmen aus Stadt und Kreis Offenbach sieht die Mehrheit aber weiterhin zum Teil erhebliche Potenziale in ihrer digitalen Entwicklung.

Die größten Herausforderungen für die Unternehmen bleiben die Themen IT-Sicherheit, Weiterbildung und Investitionen. Knapp neun von zehn Unternehmen (87 Prozent) sehen die Notwendigkeit von mehr Weiterbildung und ebenso viele haben eigenen Investitionsbedarf. Dabei ist der Bedarf über alle Branchen und Größenklassen hinweg groß. Dreiviertel der Unternehmen fürchten zudem wachsende Sicherheitsrisiken.

Unternehmen wünschen sich insgesamt mehr Unterstützung bei der IT-Sicherheit - 27 Prozent der Unternehmen wollen, dass die Bundesregierung dieses Thema priorisiert. Den mit Abstand größten Bedarf sehen Unternehmen bei rechtlichen Fragen (63 Prozent) und im Bereich der Weiterbildung in Sicherheitsfragen (48 Prozent). Je stärker die Unternehmen digitalisiert sind, desto intensiver haben sie sich bereits mit dem Thema IT-Sicherheit auseinandergesetzt und desto weniger artikulieren sie externen Unterstützungsbedarf.

Wie im Jahr 2016 zeigt sich die Beschäftigungswirkung relativ ausgeglichen. So erwarten 18 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl zu steigern und 19 Prozent sehen Einsparungspotenzial. Der Großteil sieht unter dem Strich keine Veränderung der Zahl der Mitarbeiter (63 Prozent). Vor allem sehen die Betriebe Chancen durch flexibles Arbeiten.

Die Ergebnisse der gesamten Studie finden Sie hier: IHK-Unternehmensbarometer zur Digitalisierung 2017

Mehr zum Thema Innovation und Digitalisierung auf der Internetseite der IHK Offenbach am Main.

Informieren Sie sich zur digitalen Infrastruktur im Kreis Offenbach.

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag